Transparenzbericht MDK
Vorläufiger Transparenzbericht Ambulante Pflege Förste
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Vorläufiger Transparenzbericht Ambulante Pflege Hildesheim
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Aktuelles
Was tun bei Demenzgefahr?
Zweiter Katholischer Pflegetag informiert am 8. Mai über dieses Thema
Die Menschen werden immer älter, das Problem der Altersdemenz immer größer. Der zweite Katholische Pflegetag in Hildesheim am 8. Mai steht unter diesem Thema. Und wendet sich vor allem an die Betreuer.
Oma wird in letzter Zeit ein bisschen vergesslich. Bestreitet aber immer energisch, dass sie es war, die ihre Brille verlegt hat. Während das ihre Tochter, bei der sie wohnt, mehr und mehr nervt, sagen entfernte Verwandte: Mit Oma ist doch alles in Ordnung, sie kann sogar noch Schillers „Glocke“ auswendig hersagen. Oma und Tochter sollten sich den 8. Mai im Kalender eintragen. Denn Omas Symptome sind typisch: Vergesslichkeit kann ein erstes Anzeichen von Altersdemenz sein, und die steht beim zweiten Katholischen Pflegetag in Hildesheim auf der Tagesordnung. Eingeladen sind nicht nur direkt Betroffene und ihre pflegenden Angehörige, angesprochen sind auch Menschen, denen das Schicksal Demenz droht, also fast alle. Denn die Gedächtnisschwäche betrifft geniale Musiker ebenso wie Arbeiter vom Band, Frauen und Männer gleichermaßen. Wie reagiere ich als Angehöriger auf erste Anzeichen? Wie statte ich die Wohnung aus? Welche technischen Hilfsmittel gibt es, die mir helfen? Welche Möglichkeiten der Betreuung gibt es? Was kostet das eigentlich und wo kann ich finanzielle Hilfe bekommen? Antworten auf diese Fragen soll der Pflegetag geben, den der Katholische Pflegeverbund Hildesheim organisiert.
Wie beim ersten Termin vor einem Jahr gibt es dort Informationen aus Theorie wie Praxis. Soll heißen: Praktische Vorführungen und Fachvorträge zu Themen rund um die Demenz werden geboten. So führen Experten vor, wie man Senioren rückenschonend für den Helfer bewegen kann. Ernährung von Demenzkranken wird ebenso erläutert wie Unterstützung der Angehörigen. Die sind nach den Erfahrungen der Experten oft massiv gefordert. Nicht nur psychisch, auch physisch. Hilfen für Demenzkranke und ihre Angehörigen gezielt nach Bedarf sollen bei der Veranstaltung vorgestellt werden. Ein Vorbereitungsteam hat alles ausgearbeitet. Dazu gehört Michael Sackmann, Chef der Altenheime Magdalenenhof und Teresienhof. Trotz seines beruflichen Hintergrundes sagt er: „Bevor jemand eine stationäre Pflegeeinrichtung braucht, gibt es viele andere Möglichkeiten“. Zum Beispiel die stundenweise Betreuung in der ambulanten Altenpflege der Caritas. „Das entlastet die Angehörigen, und für die Kranken ist es wichtig, dass sie abends wieder nach Hause dürfen“, berichtet Rosemarie Kurz-Krott. „Carena“ (Caritas entlastet Angehörige) nennt sich denn auch dieses Projekt, in dem Demenzkranke einzeln oder als Gruppe betreut werden. Dass es dabei durchaus fidel zugehen kann, wollen Teilnehmer beim Pflegetag zeigen. Carena bietet einen Tanztee, und gemeinsam gesungen wird auch. Viele Demenzkranke, beobachtet die Betreuerin, kennen nämlich Lieder gerade ihrer Kindheit noch sehr gut. Carena bietet Interessenten übrigens Schnupperstunden an, in denen sie die Einrichtung kennenlernen können.
Die Malteser sind ebenfalls dabei, stellen auch ihren Menü-Bringdienst und den Hausnotruf vor. Thomas Krause: „Unsere Kunden können zwischen 200 Menüs wählen“. Eines können sie direkt probieren: Erbsensuppe aus der Gulaschkanone hat sich bei der Premiere im vergangenen Jahr bewährt. Beim Pflegetag, berichtet die Mitorganisatorin Ursula Matenaers, kann man auch einiges darüber erfahren, wie man mit Demenzkranken zu Hause umgeht. Zum Beispiel, dass man sie nicht überversorgen soll. „Viele können sich ihr Butterbrot durchaus noch selbst schmieren“. Auch diesmal wird der Caritasverband im Kolpinghaus Gastgeber sein. Mit einem konkreten Anlass: Der Caritasverband Hildesheim wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Der Pflegetag findet am 8. Mai von 11.30 bis 19 Uhr im Kolpinghaus statt. Der Malteser-Hilfsdienst bietet einen Fahrservice dorthin an, Telefon: 51 33 00.
Das Vorbereitungsteam: Thomas Krause, Michael Sackmann, Ursula Matenaers und Rosemarie Kurz-Krott mit dem Plakat für den Pflegetag.
Foto: P. Hartmann
Artikel HAZ vom 13.04.2010



